Presseinformation

16.08.2019

Höfefest in der Altstadt und neue Leiterin im Stadtmuseum

Anja Grothe ist die neue Leiterin des Stadtmuseums

Zum 20. Höfefest beteiligt sich das Stadtmuseum im Freyhaus wieder mit einem umfangreichen Programm, das für kleine und große Besucher, für Hungrige und Durstige sowie natürlich für Kulturinteressierte etwas zu bieten hat.

Buntes Programm zum 20. Höfefest am Samstag, dem 17. August 2019

Der Museumshof wird um 14 Uhr geöffnet. Die Besucherinnen und Besucher werden vom Beigeordneten für Soziales, Gesundheit, Jugend und Kultur, Dr. Wolfgang Erlebach, vom Leiter der Fachgruppe Kultur, Tim Freudenberg, und der neuen Leiterin des Stadtmuseums, Anja Grothe, begrüßt.

Am Nachmittag spielt das Lindenberger Marion-Etten-Theater das Puppenstück „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“, der Brandenburger Musiker Joe Capenter gibt ein Konzert und abends führt Ilja Hübner das Theaterstück „Die wahre Geschichte vom Trommler“ auf. Bei hoffentlich bestem Wetter sorgt Nicole Dignas im Hofgarten mit Kuchen und Getränken für das leibliche Wohl, am Eiswagen von Andreas Kreuschmer sind kühle Köstlichkeiten zu bekommen.

In Roswitha Seidels historischen Kostümen können sich die Besucherinnen und Besucher ablichten lassen und ein Erinnerungsfoto der besonderen Art von diesem Tag mit nach Hause nehmen. Klaus Schubert bietet dazu die zeittypische Dekoration zum Kauf an. Der Töpferin Angela Höpfner kann man bei der Herstellung ihrer Keramik zuschauen und fertige Stücke bei ihr erwerben. Neben der uralten Töpferkunst wird auch moderne Graffiti-Kunst zur Schau gestellt. Die Museumsmitarbeiter beantworten Fragen zu Hof, Haus und Museum, hier wird auch die neue Museumsleiterin Anja Grothe dabei sein.

Die neue Museumsleiterin stellt sich vor

Die gebürtige Ostwestfälin Anja Grothe schloss 1994 ihr Studium der Archäologie ab und arbeitet seit vielen Jahren im Land Brandenburg, sowohl als wissenschaftliche Grabungsleiterin, aber auch im Museumsbereich. So war sie eine der Kuratorinnen der Ausstellung „1636 – ihre letzte Schlacht“, die hier in Brandenburg an der Havel 2011 im Archäologischen Landesmuseum eröffnet wurde. Aber auch andere Bundesländer kennt sie gut. Mehrere Ausstellungen in Sachsen-Anhalt, wie zuletzt die international hochkarätig besetzte Sonderausstellung „Krieg – eine archäologische Spurensuche“, tragen ihre Handschrift. Für sie als Ausstellungsmacherin sind es die „spannenden Geschichten hinter den Exponaten“, die sie erzählen möchte.

„In Brandenburg an der Havel gibt es noch so viel zu entdecken, sowohl in den Depots des Museums, bei der Stadtarchäologie und natürlich auch in Stadt und Umland“, sagt sie. Parallel zur laufenden Sonderausstellung „Enttäuschung Hoffnung Sehnsucht“ bereitet das Museumsteam die nächste Ausstellung vor, bei der Schätze aus den Depots in der Öffentlichkeit zu sehen sein sollen. In einem Teil werden auch Aspekte der Stadtgeschichte wieder ihren Platz finden. Die Planungen für eine dauerhaft tragfähige Depotlösung sind weit fortgeschritten und sollen noch vor der Umsetzung einer neuen Dauerausstellung an einem ebenfalls neu zu entwickelnden Museumsstandort umgesetzt werden. „Die Zeit drängt überall. Unser wertvoller Bestand kann nicht länger mit Provisorien leben und auch unser Stadtmuseum braucht einen Ort für eine angemessene Präsentation der Stadt- und Regionalgeschichte. Nicht zu vergessen, auch die Mitarbeiter und Wissenschaftler benötigen moderne Arbeitsplätze“, fasst Grothe die anspruchsvollen, vor ihnen liegenden Aufgaben des Museumsteams zusammen. Sie freut sich über die bereits signalisierte Unterstützung aus der städtischen Politik und hofft auch auf die rege Mitwirkung der Stadtgesellschaft.